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Wir im Elsetal ...

Gemeinde gestaltet Gottesdienst - Familienkirche

Die Familienkirche trägt zwar die Familie im Namen, ist aber ein Gottesdienst für alle Generationen, der sich besonders dadurch auszeichnet, dass spürbar wird: Gemeinde gestaltet Gottesdienst. Gemeindeglieder bringen sich und planen und gestalten mit. In den letzten Gottesdiensten gab es oftmals Statements, die Gemeindeglieder abgaben zu ihren persönlichen Erfahrungen im Bereich des Glaubens, mit der Bibel oder dem eigenen Konfirmationsspruch zum Beispiel. 

Gemeinde als Ganzes verantwortet und gestaltet den Gottesdienst mit, unterschiedliche Generationen bringen sich ein, einzelne erzählen von ihren Erfahrungen im Leben und im Glauben, ganz viel Leben geschieht im Gottesdienst und das alles wird zusammengehalten von der gemeinsamen Konzentration auf den einen der alles durchdringt. Kinder und Erwachsene, Senioren und Jugendliche kommen zu Wort. Und alle trägt die Erfahrung im Gottesdienst: so wie du bist, bist du willkommen udn kannst dich einbringen - wenn du magst.

Am 12. Februar drehte sich alles im Gottesdienst um Worte des Lebens - die Bibel.

Über den Gottesdienst schrieb Manuela Winkemann: „In der Bibel zu lesen, bedeutet mehr, als in einem Buch zu lesen“, sagte Pfarrer Andreas Hirschberg. Die Bibel sei ein Lebensbuch, durch das Gott selbst zu uns spreche und durch das man im Inneren berührt und in Bewegung gebracht werden könne.

„Was macht Worte zu Lebensworten, so dass sie trösten, den Weg weisen, aufrichten, begleiten, ermutigen, Hoffnung geben, provozieren und bewegen?“, fragte Pfarrer Majoress in seiner Predigt. Einige Mitglieder der Martin-Luther-Kirche gaben darauf während des Gottesdienstes eine Antwort. Sie erzählten, was ihnen persönlich die Bibel bedeutet, und welche Erfahrungen sie mit ihr im Alltag machen: Erika und Günther Koprek genießen in ihrer freien Zeit als Rentner die gemeinsame Lesezeit und das anschließende Gebet „bevor wir den Alltag beginnen. Die Bibel gibt uns Mut und Zuversicht, und hilft uns, Schwierigkeiten und Enttäuschungen zu überwinden“, sagten die beiden älteren Gottesdienstbesucher. Die Konfirmandin Elisa Zimmermann findet auf kreative Weise Zugang zum „Buch der Bücher“ und gestaltet Bibelverse, die ihr wichtig sind. Wibke Zimmermann nimmt ihre kleine rote Lutherbibel immer mit, wenn sie unterwegs ist. Sie erlebe es als Ermutigung, „wenn die Erlebnisse des Tages zu den Versen passen, die ich morgens gelesen habe.“

Am 12. März wurde ein Salbungsgottesdienst gefeiert. In den altersgerechten Gruppen wurde erarbeitet, dass früher die Könige durch einen Propheten gesalbt wurden - so zum Beispiel David oder Saul - oder die Geschichte der Salbung in Betanien, als Jesus vor dem Weg an das Kreuz gesalbt wurde, kam zur Sprache.

Von den gut 120 Gottesdienstbesuchern ließen sich dann mehr als die Hälfte an fünf Stationen salben. Salbung ein Segen, der unter die Haut geht. Spürbar wird, dass Gottes Zuwendung unmittelbar einem selbst gilt. 

Die Frauenhilfe brachte sich in diesem Gottesdienst mit ein und sorgte auch für die gute Bewirtung im Anschluss an den Gottesdienst. 

Familienkirche findet wieder statt am 14. Mai und am 11. Juni. Herzliche Einladung!

Am 11. Juni wird es Mose gehen und die Kinder der Kontaktstunde aus der Grundschule Holthausen bringen sich mit ihren Ergebnissen von der Freizeit ein.

Manuela Winkemann