Christuskirche
Im Herzen von Plettenberg zu Hause ...

Kirchkaffee

„Wer kennt die Gläub'gen, nennt die Namen, die gastlich hier zusammenkamen? Von Landemert, von Oesterau, von Holthausen kam manche Frau, aus jedem Stadtteil kamen sie, zu hören von dem Predigtstuhle des heil'gen Gottes Melodie" (frei nach Friedrich von Schiller/Die Kraniche des Ibikus).  Sie – die Gläubigen unserer Gesamtgemeinde – nehmen die Einrichtung des Kirchkaffees nach dem Gottesdienst inzwischen gern wahr. In anderen Gemeinden wird das „Predigtnachgespräch" genannt. Wegen der tal- und bergreichen Topographie unseres Städtchens ist es eine schöne und nützliche Gelegenheit, sich nicht nur über Persönliches, sondern auch Gemeindliches auszutauschen, kennenzulernen, Anregungen weiterzugeben, sich zu verabreden; kurz: Es geschieht hier Jesu Geist in geistlicher und weltlicher Dimension.

Anfangs war die Annahme zögerlich, aber jetzt hat sie sich in der Christuskirche in eine freudig-wertvolle verwandelt. Überraschenderweise gibt es diese Geselligkeit schon seit sechs Jahren, dank einer hilfsbereiten, vielköpfigen Schar von freiwilligen Helferinnen: In Dreiergruppen finden sich die Frauen vor dem Gottesdienstbeginn ein, bereiten den Kaffee und Tee, stellen im Turm der Kirche die Stehtische auf und decken diese mit jahreszeitlich hübschem Schmuck ein.

Übrigens ist der Kirchturm aufgrund seiner historischen Herkunft der ideale Ort für den Kirchkaffee. Er wurde als Wehrturm gebaut und die Christuskirche, an den Turm gefügt. So ist der Kirchturm der ideale Übergang von der geistlichen zur weltlichen Welt.

Ursula Neukirch